NRW Initiative - #sicherimStraßenverkehr

Motorradfahrende

Sicherheit von Motorradfahrenden

Motorradfahrende haben keine Knautschzone und gehören somit zu den sogenannten ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Bereits einfache Stürze und Unfälle mit niedrigen Fahrgeschwindigkeiten können somit zu schweren Verletzungen führen. So entspricht beispielsweise ein Aufprall mit 50 km/h einem Sprung vom 10-Meter-Turm in ein Schwimmbecken ohne Wasser.

Ein gestürztes Motorrad auf einer Straße. Im Hintergrund Rettungsdienst und Polizei

Obwohl Motorradfahrerinnen und -fahrer in vielen Unfällen nicht die Verursachenden sind, richten sich die in der vorliegenden Handreichung vorgestellten Maßnahmen speziell an diese Verkehrsteilnehmenden. Es gilt daher ein besonderes Augenmerk darauf zu legen, warum Motorradfahrerinnen und -fahrer verunfallen. Die Ursachen hierfür können mannigfaltig sein. Besonders häufig kommen folgende Ursachen zum Tragen:

  • überhöhte Geschwindigkeit in Kurven, an Kreuzungen und Einmündungen
  • falsche Brems- und Lenkmanöver
  • falsche Blickrichtung bei Kurvenfahrten
  • zu geringe oder zu starke Schräglage
  • ungenügender Sicherheitsabstand
  • Überholmanöver bei unzureichender Sichtweite
  • Hineinragen des Körpers bei Kurvenfahrten in den Gegenverkehr
  • Übersehen von Abbiegeabsichten
  • Ausweichmanöver auf die Gegenfahrbahn (zum Beispiel bei Hindernissen auf der Fahrbahn)
  • Selbstüberschätzung (insbesondere zu Saisonbeginn) und Unterschätzung der psychischen und physischen Anforderungen beim Motorradfahren

Somit sind neben dem Beherrschen der eigenen Maschine, insbesondere in Gefahrensituationen, und dem Verwenden von Schutzkleidung, die Einhaltung der Verkehrsregeln durch alle Verkehrsteilnehmenden elementar, um schwere Motorradunfälle zu verhindern.