Gründung des Arbeitskreises zur Sicherheit von Radfahrenden
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Nordrhein-Westfalen (ADFC NRW) hat einen neuen Arbeitskreis zur Radverkehrssicherheit gegründet. Die konstituierende Sitzung fand am 5. März 2026 im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen statt. Der Arbeitskreis ist Teil der landesweiten Initiative #sicherimStraßenverkehr.
Ziel des neuen Gremiums ist es, konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit im Radverkehr in NRW zu entwickeln. Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf der Umsetzung der Vision Zero – dem Ziel, langfristig keine Verkehrstoten und Schwerverletzten im Straßenverkehr mehr zu haben.
Expertinnen und Experten arbeiten gemeinsam an Lösungen
Am ersten Treffen des Arbeitskreises nahmen zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus ganz Nordrhein-Westfalen teil. Vertreten waren unter anderem:
- Verantwortliche für den Radwegebau aus Land und Kommunen
- Vertreter der Landespolizei und der Verkehrswacht
- Organisationen und Verbände wie ADFC, ADAC, Fuß e. V. und VCD
Der Arbeitskreis soll unterschiedliche Perspektiven aus Infrastrukturplanung, Verkehrssicherheit und Verbandsarbeit zusammenführen. Ziel ist es, Lösungsansätze für sichere Radwege, bessere Verkehrsplanung und organisatorische Maßnahmen zu entwickeln, um den Radverkehr in Nordrhein-Westfalen sicherer zu machen.
Marc Zietan, verkehrspolitischer Experte des ADFC NRW, erklärt:
„Die hohe Teilnehmendenzahl beim ersten Treffen zeigt, dass Radverkehrssicherheit in NRW eine hohe Priorität hat. Mit dem neuen Arbeitskreis bringen wir wichtige Akteure an einen Tisch. Angesichts steigender Unfallzahlen von Radfahrenden ist dieser Austausch dringend notwendig. Gemeinsam wollen wir an Lösungen für die Vision Zero arbeiten.“
Auch Markus Szech, Polizeioberrat und Geschäftsführer der Initiative #sicherimStraßenverkehr, begrüßt den neuen Zusammenschluss:
„Der Arbeitskreis bringt Expertinnen und Experten aus Prävention, Verkehrsüberwachung, Infrastrukturplanung und Öffentlichkeitsarbeit zusammen. Diese Zusammenarbeit ist ein wichtiger Schritt, um den Radverkehr in Nordrhein-Westfalen sicherer zu machen.“
Handlungsempfehlungen für mehr Sicherheit im Radverkehr
Der ADFC NRW koordiniert die Arbeit des neuen Arbeitskreises. Insgesamt sind vier Treffen geplant.
Die Ergebnisse sollen in eine Handlungsempfehlung für mehr Radverkehrssicherheit in NRW einfließen. Diese Empfehlungen sollen anschließend an die beteiligten Ministerien übergeben werden, um konkrete Maßnahmen für sichere Radwege und besseren Schutz von Radfahrenden umzusetzen.